Archiv für Juli 2006

Wink des Schicksals

Der SPD-Ortsverein hat Bier gespendet, eine Flasche Bushmills Single Malt (zehn Jahre alt) wartet in meinem Zimmer, und morgen habe ich das letzte Mal frei, bevor ich drei Tage an die Schaufel muß: ich weiß nicht, wie man das anders interpretieren soll als als dringende Aufforderung des Schicksals an mich, meine selbst auferlegte Abstinenz für einen Tag zu unterbrechen. Wenn schon die Konterrevolutionäre von halbrechts, die ja sonst zu wirklich überhaupt nichts gut sind, ihr Pils hier abstellen, ist jeder Widerstand zwecklos. Zudem bin ich gerade wegen oben genannter Schaufel bei meinen Eltern wohnhaft; ein Elternteil ist bereits in Kur verklappt, das andere macht sich gerade auf den Weg Richtung Spessart. Also, schnell wieder ein bißchen irische Musik angemacht, wie die ganze letzte Woche schon, denn ich fliege bald nach Irland, den Leprechaun suchen mit dem großen Topf voll Gold am Ende des Regenbogens, und wenn ich ihn gefunden hab, nehm ich das Gold und schmeiß es auf ein paar Idioten, denn das macht Spaß und ist gesund! Es ist ja nicht anzunehmen, daß der blöde grüne Kobold echtes Gold da drin hat, das wird er längst verjubelt haben.

Ja. Sláinte.

Texte wie ein Dauerständer

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Franz Josef Wagner, die ranzige Bulette aus Charlottenburg, darf mittlerweile sogar für die taz schreiben. Er schreibt über die Rolling Stones. Und wie:

„Priapistischen Rock“ nannte der Stones-Biograf Stephen Davis den Lärm der Stones. Musik wie ein Dauerständer. Das ist natürlich sehr romantisch gesagt. In Block N, Reihe 35, sah ich höchstens die Erinnerung an einen Ständer. Aber ist es nicht wunderbar, wenn sich dieses Organ wieder bemerkbar macht.

Ja, es ist wunderbar, daß ich jetzt die ganze Nacht lang Träume von „dem Organ“ Franz Josef Wagners haben werde, dunkle, endlose, schreckliche Träume. Sehr „romantisch gesagt“. Ein Dank an Wiglaf Droste dafür, daß er mich auf diesen bahnbrechenden Artikel hingewiesen hat. Interessant in diesem Kontext übrigens, daß sowohl Herr Droste als auch die Titanic die gleiche Assoziation zum Krieg da unten hatten.

Albträume also. Was kann da helfen? Vielleicht probiere ich eine wagnersche Lösung:

Mit „You Can‘t Always“ glitt ich im Taxi durch die Berliner Nacht, Richtung Paris Bar, um mich mit Alkohol noch ein bisschen mehr in Stimmung zu bringen.

Ehrlichkeit ist eben doch eine Tugend.

Fernmeldeturm

Neuer Text: Fernmeldeturm

Montag

Und wenn du unzufrieden bist mit deinem Leben, dann nimm’s mit Humor, oder kauf dir doch einfach ein anderes.

(Danse Macabre, „Eine Frage der Opportunitätskosten“)

Heute ist Montag
Eine neue Woche beginnt – aber auch ein neues Leben? Oder fahren wir weiter auf den immer selben Gleisen zu den immer selben Zielen und halten auf den immer selben Bahnhöfen? Warum steigen wir nicht einfach aus, gehen zum Chef und sagen: „Lokführer gut und schön, aber fuck you!“?

(aus dem Titanic-Newsticker)

NECRO FROSTBITTEN TERROR!

Its not “funny”, dont you see? Its GRIM, NECRO FROSTBITTEN TERROR! TRUE KVLT! Any true black metaller knows you have to wear witch hats, run with torches and view the measureless, vast mountainess majesties of NORWAY! Damn, everyone knows that…

(youtube-comment)