Archiv für Februar 2009

Bastard Angel

nihilist suicide pop

Bastard Angel

It’s embarrassing to see you
Wave that flag when you try
To give yourself a navigated tone

You fix your damp collar
A ring of blood to your dick
You’d like it
But it will not work

You try to make me feel guilty
For never never having had
An identity, a defined and conformed middle class sexuality

All the uniforms are shit
All the ideals are shit
Love and this nation have forced us
In a chain of sperm and blood

A bastard angel will take me away
From the fat and tummy of god
He will be the precise sniper
That will center my weak chest
A bastard angel will lick my wound
While your hands will leave me bleeding
Bleeding on the floor

Walk around my smashed skull
Walk around my disabled strength
I don’t want to die
So I can see your flesh crumble, your chest open

The right road’s the lie of intellectuals and criminals
Love won’t give life to
The children we’ve never had

Love won’t give life to this job
That will bury us dissidents, passionate lovers
And combed proud soldiers

Don’t ask me more questions
Because I’ve no memory
Because I never will

Wenzel singt Henriette Haill: Straßenballade

Nach zwei Alben, auf denen Hans-Eckhardt Wenzel Gedichte von Theodor Kramer vertont hat („Lied am Rand“ und „Vier Uhr früh“), erschien Anfang 2008 mit „Straßenballade“ eines mit Gedichten von Henriette Haill. Musikalisch etwas rauher als die Kramer-CDs, was den Texten zugute kommt: sie handeln vom Vagabundenleben in einer zerstörten Welt.

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Um Polizist zu werden, muss man wirklich völlig verdorben sein, so richtig ganz unten, quasi Abfall, aber wer wird denn schon Menschen als Abfall bezeichnen? Denn Menschen sind’s: diejenigen Menschen, die schon mit sechs gerne andere verpfiffen, mit zwölf Sympathien für JU oder JN gehegt und mit 17 auf Landjugendpartys gegen Moslems und andere Asoziale gehetzt haben, ergo: diejenigen Menschen, die man hassen muss. Dann, mit Anfang 20 oder früher, stellen sie fest: da gibt’s ja einen Job, da kann ich meine ganze Widerwärtigkeit ausleben, völlig ungestraft! Und dann werden sie Bulle: kontrollieren, ob alles auch Recht und Ordnung hat, das finden sie geil: Leute auf Verdacht hin über Lächerlichkeiten ausquetschen, ihnen Scheiße androhen, sich brutal zwischen Fußballfans drängen, vielleicht auch mal drauf hauen, Leute ankacken, sie wegen Werfens eines beschissenen kleinen Plastikbechers, der nicht einmal dann jemanden verletzen könnte, wenn man ihn mit voller Wucht aus einem Meter Entfernung gegen einen der ihren schmeißen würde, mit zwanzig Mann umzingeln und verjagen, und so weiter, und so fort. Ja, das können sie: stärker sein. Dafür hat sie der Staat mit dem Gewaltmonopol ausgestattet: sie haben Waffen und sonst niemand, und sie dürfen sie auch benutzen. Gerne wären sie Herrenmenschen, aber das dürfen sie nicht sein: da ist die Demokratie vor. Also heulen sie sich in Polizistenforen aus, weil kein Mensch versteht, warum es ihnen Spaß macht, andere zu verpfeifen, zu kontrollieren, zu verdreschen. Und das schlimme ist: selbst die, die das nicht verstehen, haben Verständnis für das Pack. Selbst die sagen: ja, das muss ja irgendjemand machen! Denn denken können auch diese Leute nicht: sie können nur dumpf die ganze Scheiße, die ihnen täglich als Realität präsentiert wird, wiederkäuen, wie Kühe, und hey: Bullen ficken Kühe. Oder etwa nicht? Selber Schuld!

Pack.

Wind

Und wenn ein großer Sturm kommt und alles fort weht,
alles verschlingt und nichts versteht …

(Fliehende Stürme, „Sturm“)

Wind

sk8


(via maledei)