the most charming of verandahs http://tenpounds.blogsport.de Sat, 02 Jan 2010 13:27:57 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en . http://tenpounds.blogsport.de/2010/01/02/304/ http://tenpounds.blogsport.de/2010/01/02/304/#comments Sat, 02 Jan 2010 13:27:30 +0000 tenpounds Allgemein http://tenpounds.blogsport.de/2010/01/02/304/

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MUSIKALISCHER JAHRESRÜCKBLICK 2009 http://tenpounds.blogsport.de/2009/12/23/musikalischer-jahresrueckblick-2009/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/12/23/musikalischer-jahresrueckblick-2009/#comments Wed, 23 Dec 2009 12:00:12 +0000 tenpounds Kultur http://tenpounds.blogsport.de/2009/12/23/musikalischer-jahresrueckblick-2009/ Über Musik schreiben ist wie zu Pornographie tanzen. Folgende Alben sind die besten des Jahres:

Platz 10: Herr Neumann – Träumt weiter!
„Träumt weiter!“ ist nicht so gut wie es sein könnte, aber durchaus sehr gut und allemal besser als jeder andere deutsche Pop-Scheiß dieses Jahres. Besonders Clickclickdecker sollte sich schämen.

Platz 9:: Franz Nicolay – Major General
Der Alleskönner aus Brooklyn kann auf seinem ersten Solo-Album alles.

Platz 8: Chuck Ragan – Gold Country
Der Mann weiß einfach, wie man Country spielen muss.

Platz 7: Frank Turner – Poetry Of The Deed
„Singer/Songwriter“, wie man so schön sagt, mit Punk-Attitüde. Ich fand das Album erst langweilig, das ist meist ein gutes Zeichen. Tatsächlich ist nicht ein einziger schlechter Song darauf.

Platz 6: Buried Inside – Spoils Of Failure
Das mächtige zweite Album der mächtigen Buried Inside ist unmöglich in Worte zu fassen.

Platz 5: Sólstafir – Köld
Verdammt kalt, dieses Album. Man kann dazu weinen, feiern, saufen und vielleicht auch onanieren. Wenn man gut ist, schafft man alles gleichzeitig.

Platz 4: Ostara – The Only Solace
Selten hat ein Neofolk-Typ so kitschig und lebensfroh über den üblichen Neofolk-Unsinn gesungen.

Platz 3: Captain Planet – Inselwissen
Angeblich handelt „Blattsport“, der beste Song auf diesem vor besten Songs überquellenden Meisterwerk, das genau das richtige Maß an Weiterentwicklung beinhaltet, vom „Papierkrieg“, dem Sänger Arne bei seiner „Beamtenausbildung“ ausgesetzt ist (ZEIT, FAZ oder so). Egal.

Platz 2: Editors – In This Light And On This Evening
Neun boshaft kalte Popsongs und eine Bonus-EP mit fünf unsterblichen Balladen, die den Begriff „Weltschmerz“ echt mal mit Leben füllen: so könnte es aussehen, das Album des Jahres. Aber da ist ja noch…

Platz 1: The Twilight Sad – Forget The Night Ahead
…denn was diese Band hier veranstaltet, ist einfach nur übermenschlich schön. Vielleicht das beste Album der letzten zehn Jahre, keine Ahnung, auf jeden Fall hat mich Musik selten so gerührt wie die von The Twilight Sad.

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Top 10 2009

1. The Twilight Sad – Forget The Night Ahead

2. Editors – In This Light And On This Evening

3. Captain Planet – Inselwissen

4. Ostara – The Only Solace

5. Sólstafir – Köld

6. Buried Inside – Spoils Of Failure

7. Frank Turner – Poetry Of The Deed

8. Chuck Ragan – Gold Country

9. Franz Nicolay – Major General

10. Herr Neumann – Träumt weiter!

Gerne hätte ich Coverbildchen eingefügt, aber das Amazon-Plugin funktioniert nicht, und ohne ist mir das zuviel Arbeit.

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Andere Alben haben mich ebenfalls berührt, hier seien sie genannt:
Antony & The Johnsons – The Crying Light: Antonys zerbrechliche Stimme und ein Klavier, das klingt, als würde es zärtlich gestreichelt. Sehr schön.
Amesoeurs – Amesoeurs: Leider mit „Heurs“ nur ein wirklicher Hit drauf, aber der hat es in sich, und alles in allem kann man diesen misanthropisch-melancholischen Auswurf wirklich gut anhören.
Graf Orlock – Destination: today: HASS und WUT und ziemlich viele Waffen. Saugeil.
Battle Of Wolf 359 – The Death Of Affect: Freundliche Grind-Misanthropie aus England mit Nerd-Namen. Top auf diesem Gebiet!
Danse Macabre – Einerseits/Andererseits: Nicht so gut wie der Vorgänger, aber schon ziemlich geil eigentlich. Soziologenhardcore.
Audio 88 & Yassin – Zwei Herrengedeck, bitte: Ich bin sehr open-minded, daher habe ich auch ein Hip-Hop-Album gehört. Mit „Kein richtiges Lied“ und „Leg ein Feuer“ sind da zwei Lieder drauf, die mir ganz aus der Seele sprechen.
Ding Dong Dead – Nie wieder morgen!: Etwas zuviel Gefrickel, sonst echt cooler Krach.
Fall Of Efrafa – Inlé: Hat mit „Republic Of Heaven“ wirklich einen Top-Hit, ansonsten ist mir das aber zu eintönig. Ich war beim vorletzten Konzert, da haben sie das Lied dummerweise nicht gespielt.
Findus – Sansibar: Sehr schönes Pop-Punk-Album aus Hamburg. Hab sie erst kurz vor Ende des Jahres entdeckt, daher hier noch ein Nachtrag. Live gesehen, für gut befunden, Platte gekauft, nicht enttäuscht worden. Irgendwo zwischen Trend und Wohlstandskinder, würd ich sagen.
My Dying Bride – For Lies I Sire: Die hohen Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, das Album ist ein wenig zu oberflächlich, scheint mir. Aber vielleicht erschließt es sich mir auch erst im nächsten oder übernächsten Jahr.
Solanaceae – Solanaceae: Neues Projekt von Kim Larsen, der sonst Of The Wand And The Moon macht. Nicht so gut wie eben jenes, aber doch recht schöner, leicht psychedelisch angehauchter Folk.
Katatonia – Night Is The New Day: Enttäuschend. Auch wenn ich einer der sehr wenigen bin, die das finden: das Experiment mit dem Keyboard und den ruhigeren Songs ist gescheitert. Nur ein Song, „The Longest Year“, erreicht ansatzweise die emotionale Tiefe früherer Werke.
Affenmesserkampf – Seine Freunde kann man sich nicht aussuchen: Geiler HC-Punk mit Dackelblut-Touch und dem definitiv besten Cover des Jahres.

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Auch Alben, die früher erschienen sind, mir aber dieses Jahr erst so richtig aufgefallen sind, kamen gut an, z.B. „Vergangenheitsschlauch“ von Oiro, das ich mittlerweile sogar für ihr bestes Werk halte. Das stimmt einfach von vorne bis hinten und trifft oft genug genau meinen Scheißdraufnerv. Genau wie Supernichts, deren 2006er-Album „Hamburg Köln Belgrad“ mir viele vergnügliche Stunden beschert hat. Es ist fast noch besser als „Fixpunkte & Böjen“ von 2008. Wer die Band als prollige Spaßband missversteht, sollte sich mal etwas länger mit Liedern wie „Meer gegen Stadt 3:2″ oder „Suzan“ befassen. Saugeil fand ich dieses Jahr auch zum ersten Mal so richtig Mischief Brew, und zwar alles von denen, insbesondere aber „Smash The Windows“ (2005), das wohl das perfekte Folk-Punk-Album ist. Wenn ich es im Frühling ruhiger haben wollte, hörte ich sehr viel „Sonnenheim“ (2005) von Of The Wand And The Moon, ein wunderbar meditatives, melancholisches und dabei aber sehr lebensbejahendes Neofolk-Album. Aus der gleichen Ecke, aber mehr in die Pop-Richtung tendierend, kommen Spiritual Front, die 2006 mit „Armageddon Gigolo“ den „Nihilist Suicide Pop“ erfunden und mir damit dieses Jahr viel Freude gebracht haben. Eigentlich sollte dieses Jahr ihr neues Werk erscheinen, aber daraus ist leider nichts geworden. Die Norwegerinnen Katzenjammer hingegen haben 2008 ihr Debütalbum veröffentlicht, damals ging es an mir vorbei, aber durch ein Video auf dem Blogsport-Planeten wurde ich darauf aufmerksam, und es hat mir sehr viel Freude bereitet!
Gegen Ende des Jahres begeisterten mich dann noch zwei ganz unterschiedliche Bands auf jeweils ihre Weise: La Dispute und My Dying Bride. Während erstere auf „Somewhere at the Bottom of the River Between Vega and Altair“ (2008) ein furioses, ungemein emotionales Hardcore-Feuerwerk gegen alles Ungemach dieser Welt abfackeln (oh ja!) und dabei auch noch, anders als so ziemlich jede andere HC-Band, auch noch lyrisch alles richtig machen, wabern My Dying Bride auf „A Line Of Deathless Kings“ (2006) brutal-doomig aus den Boxen und machen eben so alles Blöde kaputt. Diese Band begeistert mich immer wieder durch ihre Authentizität und ihre Fähigkeit, jedes Album klar nach sich, aber immer auch neu klingen zu lassen. Mein Lieblingsalbum von ihnen, das unglaublich traurig-schöne „The Light At The End Of The World“ von 1999 habe ich daher auch mal wieder rausgekramt und genossen. Und nebenbei haben sie dieses Jahr mit einer Neuvertonung des Volksliedes „Scarborough Fair“ meinen persönlichen Winter-Hit aufgenommen, zu dem sich aber auch noch drei weitere hinzugesellen, nämlich die genialen Lieder von Envy von ihrer 2008er-Split mit Jesu; das beste, was Envy je gemacht haben.

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Was Konzerte angeht, war 2009 nicht so toll wie 2008. Schön waren auf jeden Fall Captain Planet im Januar, ich glaube, ich hab sie dreimal gesehen. Im Sommer stand mal wieder das „Cry Me A River“-Festival in Versmold an, das war auch wie immer sehr schön. Dann fallen mir noch zwei großartige Konzerte ein, The World/Inferno Friendship Society war mal wieder da und hatte in Göttingen sogar Mischief Brew im Gepäck. Auf dem Juicy Beats in Dortmund waren sie auch cool, aber das war auch einfach eine coole Zeit für mich, da ging’s mir richtig gut, und so konnte ich ausgelassen feiern. Jetzt ist alles nicht mehr ganz so cool, aber Oiro neulich im Düsseldorfer AK47 waren dann doch nochmal richtig geil. Schön war auch, dass ich The Twilight Sad (in Münster) und die Editors (in Bielefeld) im November live sehen konnte, aber beide Konzerte waren von den Rahmenbedingungen her nicht optimal. Beeindruckend aber, wie unglaublich intensiv der Sänger von The Twilight Sad auch live die Lieder rüberbringt, er singt sich regelrecht in Trance.
Ach, und wenn ihr mal Alarmstufe Gerd gucken könnt, geht hin, die sind super, vor allem die Ansagen des Sängers.

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So. Das war jetzt nicht sehr toll ausformuliert und so, aber dafür geht’s mir wohl gerade nicht gut genug. Ich wünsche ein schönes neues Jahr, es kommen bestimmt wieder viele tolle Platten raus, und irgendeine Facebook-Anwendung hat mir „eine neue Liebe“ versprochen… na dann! :)

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Feuerjunge http://tenpounds.blogsport.de/2009/12/01/feuerjunge/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/12/01/feuerjunge/#comments Mon, 30 Nov 2009 23:01:29 +0000 tenpounds Texte http://tenpounds.blogsport.de/2009/12/01/feuerjunge/

… a loving mother … a loving mother …

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Editors http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/30/editors/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/30/editors/#comments Mon, 30 Nov 2009 13:21:47 +0000 tenpounds Allgemein Kultur http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/30/editors/ Neulich war ich auf einem Konzert der Band Editors. Deren Album „In This Light And On This Evening“ hat mich die letzten zwei Monate lang tief berührt, insbesondere die beigelegte Bonus-CD, das Konzert hingegen war ein Kulturschock: ca. 2000 Leute füllten die Halle, überall hingen 1Live-Banner, die Leute sahen so aus wie ich mir die Leute vorstelle, vor denen ich bei Liedern wie „I Want A Forest“ oder „Walk The Fleet Road“ gedanklich flüchte. Dass sie mir bei einem Konzert der Band, die für diese Lieder verantwortlich ist, auflauern würden, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich suchte einen vernünftigen Platz, um es mir trotzdem möglichst störungsfrei anzuschauen, was relativ unmöglich war: überall waren sie, rempelten mich beim Versuch, nach vorne zu gelangen, an, ließen mich ihr schlechtes Parfum oder Deodorant oder Haargel riechen, und als die Band dann spielte, standen sie in Form zweier extrem gut gelaunter junger Frauen direkt vor mir und tanzten, als seien sie auf einem Wolfgang-Petry-Konzert, kreischend. Allerdings überwiegend zu den älteren Liedern: mit den neuen, unterkühlten und absolut brillanten, mit reichlich Synthesizer ausgestatteten Meisterwerken konnten sie bezeichnenderweise wenig anfangen, ja, sie hatten sogar etwas dagegen einzuwenden, versuchten sie doch „The Boxer“, eine Ballade über Nostalgie und Einsamkeit, dadurch zu zerstören, dass sie die Arme in die Luft streckten, um sie im Takt hin und her zu wedeln. Leider sind meine Blicke nicht tödlich. Auf Lieder der beinahe übermenschlich guten Bonus-CD verzichteten die Editors zum Glück, sie hätten in diesen Rahmen überhaupt nicht hinein gepasst.

No push and no shove
Spit your verbal mace
Hate can turn to love
Not for this human race

(Editors, Walk The Fleet Road)

Die Band hatte übrigens Spaß. Es ist interessant, dass so lebensfrohe Menschen derartige Musik produzieren können. Aber eigentlich ist es auch egal.

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EKELHAFT VOLLER SCHUTTLEBUS http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/28/ekelhaft-voller-schuttlebus/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/28/ekelhaft-voller-schuttlebus/#comments Fri, 27 Nov 2009 23:02:36 +0000 tenpounds Kultur Kommentar http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/28/ekelhaft-voller-schuttlebus/ Was ich sehr empfehlen kann, ist die neue Titanic. Sie hat es – gemeinsam mit zwei Flaschen Bier und Jörg Juretzkas herzerfrischendem Roman „Das Schwein kam mit der Post“ – mit nahezu jeder zufällig aufgeschlagenen Seite geschafft, einen meiner regelrecht brutalen Anfälle von Kummer der romantischen Natur mit ebenso brutaler Entschlossenheit zur Hölle zu jagen, etwas, was die vorherige Ausgabe, die mit Westerwelle auf dem Cover, nur mit der Wallraff-Satire am Ende hinbekommen hat. Die neue Ausgabe macht das schon mit dem Titelbild, und danach wird alles nur noch besser, aber das kann ja jeder selber sich anschauen, wenn er nicht gerade weinen muss. Denn von der Hölle kommt er wieder, der Kummer, und Titanic ist irgendwann ausgelesen, aber bis dahin: top!

Die Hölle liegt zwischen Köln und Aachen, denn dort taten Titanic, Juretzka und Hansa Pils ihr gutes Werk. Es ist eine Un-Gegend: wann immer man aus dem Fenster schaut, sind da Grasflächen, Lärmschutzwände oder ein Atomkraftwerk, manchmal auch Bahnhöfe, die heißen „Horrem“ oder „Langerwehe“ und sehen auch so aus. Mehr ist da nicht. Da muss man durch, wenn man nach Aachen will. Viele Gründe dafür gibt es nicht, einer davon ist Fußball. An dieser Stelle sei meinem Hass gegenüber modernen Fußballarenen Ausdruck verliehen, doch Halt! War nicht die moderne Fußballarena in Duisburg neulich ein leuchtendes Vorbild? Sie war es: Eintritt für sechs Euro, überdacht, Toiletten und Gastronomie im Block, perfekte Sicht, gute Atmosphäre usw. Aachen hingegen macht alles falsch: Eintritt für 12,50 Euro, überall steht „Event“, und überall sind Ticketschalter, aber man kann an ihnen keine Karten für den Gästeblock kaufen, das geht nur im Gästebereich, der beginnt 100m abseits des Stadions, man muss durch eine Unterführung, und schließlich steht man an einem Block, vor dem einem echtes Bier angeboten wird, aber das bekommt man nicht, und das ist angeblich „immer so“. Der Block selber ist eng, die Toiletten unten, das Stadion komplett in gelb, was will man eigentlich hier? Ach ja, den ersten Saisonsieg sehen. Hat geklappt.

Auf der Rückfahrt gab es dann „Felsgold“-Pils, sehr gut allein schon deshalb, weil es dort, wo andere Bierflaschen blumige Sprüche oder irgendwelche Bilder aufbieten, ohne Not die GDA-Nährwerttabelle für Bier abdruckt. So lernt man noch was, nämlich, dass in Bier 19% des Tagesbedarfs an Zucker steckt. Geil! Schmecken tut es nach Pisse.

Nein: nach gar nichts. Wie schmeckt Urin? Eine Frage für zukünftige Bloggergenerationen, nicht für mich. Ich widme mich daher nun wieder meinen Studien.

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We are but lovers http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/26/we-are-but-lovers/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/26/we-are-but-lovers/#comments Wed, 25 Nov 2009 23:52:42 +0000 tenpounds Allgemein Texte http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/26/we-are-but-lovers/

Damn, this place makes a boy out of me
The rain beats my face by the count of three

(Editors, The Boxer)

Ich habe mich nie wie 65 gefühlt, immer wie 15. Ich habe nie das Leben gehasst, immer die Fesseln, die mich hielten; das Geplapper, das Gewühle, das Unverständnis, wenn ich deshalb wütend wurde. Ich habe nie die Kälte gewollt, immer die Wärme. Ich habe nie gewollt, dass die Flaschen fliegen und es unter meinen Füßen knirscht, wenn ich den Boden betrete. Ich habe immer gewollt, dass die Freunde siegen, und ich habe gehasst, dass ich sie nie verstand.

Muss wohl erwachsen werden.

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What’s important http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/25/whats-important/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/25/whats-important/#comments Wed, 25 Nov 2009 12:11:34 +0000 tenpounds Allgemein Kultur http://tenpounds.blogsport.de/2009/11/25/whats-important/

So sing for every buried moment that you’d thought would never end.
And sing your fears about the future; and a dirge for faded friends.
For all the love that you had held to, why it somehow failed to keep.
And sing each minute you’ve been frightened; every hour that you’ve lost sleep.
And sing for all your friends and family; sing for those who didn’t survive.
But sing not for their final outcome; sing a song of how they tried.
We live amidst a violent storm; leaves us unsatisfied at best,
So fill your heart with what’s important, and be done with all the rest.

(La Dispute, The Last Lost Continent)

Während der ganz normale Wahnsinn mir zwischen die Schulterblätter kriecht und will, dass ich an ihm teilhabe, ist der November längst in mir drin, und es fühlt sich beizeiten so an, als wolle er möglichst schnell wieder raus. Daneben findet sich doch tatsächlich endlich eine Hardcore-Band, die sowohl textlich als auch musikalisch ausgezeichnet ist: La Dispute; unbedingt hören!

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http://tenpounds.blogsport.de/2009/10/30/295/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/10/30/295/#comments Fri, 30 Oct 2009 10:49:10 +0000 tenpounds Allgemein Kultur http://tenpounds.blogsport.de/2009/10/30/295/ Das bin ich:


(von hier – schön, schön!)

Vielleicht demnächst mehr.

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Oppressive Sounds 2.0 http://tenpounds.blogsport.de/2009/10/02/oppressive-sounds-20/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/10/02/oppressive-sounds-20/#comments Fri, 02 Oct 2009 17:54:25 +0000 tenpounds Allgemein Kultur http://tenpounds.blogsport.de/2009/10/02/oppressive-sounds-20/ Als ich noch klein war, erstellte ich mit Hilfe des Doppel-CD-Rekorders meines Vaters einen traurigen Sampler voller trauriger Musik über traurige Ereignisse wie z.B. wenn man total verliebt ist, das aber einfach nicht klappen will, oder wie wenn man einen Doppel-CD-Rekorder erfindet und dann feststellen muss, dass das angesichts von CD-Rom-Laufwerken und MP3 eigentlich totaler Quatsch ist. Das ist bedrückend. Ich nannte den Sampler Oppressive Sounds, nach der Zeile Oppressive sounds inspired me aus dem Lied Scared von Autumnblaze. Denn so war es: bedrückende Klänge inspirierten mich. Ich schrieb Gedichte. Keines dieser Gedichte werde ich hier und heute referieren, und sie befinden sich auch bloß gut verschlüsselt auf meiner Festplatte, denn gut verschlüsseln sollte man ja heute alles, weshalb es auch jeder macht, der nicht zu faul dazu ist, und das ist auch gut so. Doch wer kennt sie nicht, die grauenhafte Vorstellung, eines Tages aufzuwachen und die Passwörter nicht mehr zu wissen? Daher stehen sie auf einem Stück Papier. Doch wer kennt sie nicht, die grauenhafte Vorstellung, eines Tages das Stück Papier in die falschen Hände geraten zu sehen? Daher ist das Stück Papier besonders unauffällig. Doch wer kennt sie nicht, die grauenhafte Vorstellung, das unauffällige Stück Papier so unauffällig gestaltet zu haben, dass man schon gar nicht mehr weiß, wo es sich befindet? Ich. Ich habe meines nämlich schon verloren. Es war die Verpackung eines Kondoms. Ich brauche keine Kondome. Womit wir wieder beim Thema wären!

Den entsprechenden Sampler habe ich neulich wieder herausgekramt und fand ihn eigentlich sehr gut, vor allem den Anfang, und wenigstens den sollte sich gleich jeder anhören, ob Liebeskummer oder nicht. Wer aber Liebeskummer hat – und ich glaube, das sind einige! –, der kann gerne weiter hören, denn ich habe zwar die Stimmung beibehalten, aber ganz schön was dran verändert, Lieder ausgetauscht und die Übergänge verbessert. Habt keine Angst vor Kitsch und Heavy Metal! Aber es ist soviel Heavy Metal auch nicht darauf, es ist alles sehr ruhig und beschaulich und vor allem traurig. Es ist auch gerade Oktober: gut.

Bitteschön:


01. EverEve – Dedications
02. Nagelfar – Seelenland
03. Empyrium – The franconian woods in winter’s silence
04. Paragon Of Beauty – After Dark Vapours Have Oppressed Our Plains
05. Lacrimosa – Tränen der Sehnsucht (part I & II)
06. Drawn – Marygold
07. In The Woods… – Vanish In The Absence Of Virtue
08. Dreadful Shadows – Craving
09. Anathema – The Beloved
10. My Dying Bride – Sear Me III
11. Sonne Hagal – Song Of Innocence
12. Hekate – Dos Kelbl
13. Forseti – Sterne
14. Autumnblaze – …and we fall
15. Hagalaz‘ Runedance – Alva

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Nur so http://tenpounds.blogsport.de/2009/09/28/fragmente/ http://tenpounds.blogsport.de/2009/09/28/fragmente/#comments Mon, 28 Sep 2009 13:16:59 +0000 tenpounds Allgemein http://tenpounds.blogsport.de/2009/09/28/fragmente/ Bloggen, aus Freude, weil das Leben schön ist.

Regierung bis zum Schicksalstag.

Bullen mit MP am Hauptbahnhof, die einen verwirrten alten Mann eskortieren, Richtung Ausgang, nachts.

Coming-Out-Literatur im Deutschunterricht.

This evening´s too quiet oh we need a real riot
to shake and to break and to bite like a snake.
We´re stuck in this attic so bored and so static,
tomorrow they´ll ask us to throw off our masks.

„Und wen findet ihr gut?“ – „Geh mal ruhig weiter, du Schwuchtel, oder du kriegst ordentlich aufs Maul!“

Jugendschutz.

Große Augen mit Verachtung, ein Reifen vor den Füßen; Balance auf dem Rinnstein, die Blicke streng nach oben.

Das gute Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen.

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