Da sitzt er also und schaut den Regen an, wie er in Rinnsalen die Hauswand verläßt. Er sitzt auf einem Stapel Holz, das keine Sau mehr für den Winter braucht, denn das Haus ist leer; ausgeflogen sind sie alle. Sie haben mich verlassen, denkt er und streicht mit seinen zarten Fingern über einen rissigen Scheit. Sie werden nicht mehr wiederkommen. Ich bin ganz allein. Dann steht er auf und geht bedächtig um das Haus herum; von seinen Kleidern tropft das Wasser, es läuft ihm in die Augen, und die Axt, die er immer noch in der Hand hält, kann die rosten? Abrupt bleibt er stehen, schaut sich das Teil an und wirft es in hohem Bogen in den Wald. Ich glaube, ich brauche eine Jacke, denkt er, aber ich kann da nicht mehr rein.

Im Wald ist es ruhig, und er atmet leise auf. Bloß niemanden erschrecken, aufschrecken, zu sich holen. Was ist das hier, ein Spiel? Ja, das ist es: da vorne hängt der Eiszapfen, an dem kann man sich hochziehen, bis hinauf zu den Sternen, und da hinten ist der Tannenzapfen, das ist ein Penis. Er kichert. Schau mal, da hinten, ein Hase. Müßte der nicht längst im Bett sein? Vielleicht spielt er mit. Hinterher! Es ist nur ein Katzensprung, dann liegt er im Graben. Die Tränen verlassen seine Augen so leise wie immer, aber er muss jammern.

Still jetzt. Der Förster kommt. Warum hat er diese Mütze auf? Ein doofes Spiel. Als die Handschellen klicken, so viele Jahre später, und man ihm sagt, man müsse ihn vor sich selber schützen, springt er aus dem Fenster. Er springt aber nicht wirklich die Hauswand hinunter, sondern er bringt sich im Schädel um. Alles, was er geliebt hat, fällt, er selber bleibt ein Mensch, besser: er wird einer. Dann geht’s Richtung Zelle.