Er wirft den Kopf einfach weg, nachdem es ihm nicht geschmeckt hat, einfach so, und bevor er irgendetwas sagen kann, springt ein kleiner Junge aus dem Gebüsch ihn an und schlägt ihm seine Zähne in den Hals. Es tut gar nicht weh; er windet sich noch ein-zwei Minuten, fällt dann hinten über und schlägt um sich, aber er will einfach nicht sterben, so dass es dem Jungen irgendwann zu langweilig wird und er von ihm ablässt. Der Mann krabbelt auf die Füße, wischt den Staub sich ab und geht.

Der Kopf hat das genau gesehen und flucht. Wieder nichts. Er kann nicht gehen, hat keine Beine, da ist das schwierig. Ein paar Pizzakartons schauen ihn an und eine Notiz. Er liest: „Hallo, Süßer. Es hat wohl nicht sein sollen mit uns. Weißt du, anfangs dachte ich, du wärst etwas ganz tolles. Dann, als ich dich näher erkannte, wusste ich: da geht nicht viel, denn du bist sehr kaputt. Und du hast mir das auch gezeigt, immer wieder, bis ich kapitulieren musste – das heißt ‚aufgeben‘. Weißt du, manchmal denke ich, ich habe etwas falsch gemacht – zum Beispiel gerade jetzt. Dann möchte ich dich wiedersehen und alles richtig machen, bloß, dass ich immer noch nicht weiß, wie das geht. Vielleicht hilfst du mir dabei?“ Es fehlt die Unterschrift.

Keine Angst, sagt der Mann. Er sagt es zu sich selber und schaut dabei über den Rand seiner Bierdose hinweg in den Himmel. Es sind Wolken darin, aber auch so etwas wie ein Funkeln; als ob der Himmel wüsste, was sich unter ihm abspielt, immer wieder, in den kleinsten Gassen, auf den grünsten Wiesen, in den schäbigsten Häusern: das, wofür es sich zu leben lohnt. Jetzt nimmt der Mann die andere Dose, sprüht „Leon ist schwul!“ an die Mauer und verlässt hastig das Geschehen.