Soso. Es wird also stürmisch. So stürmisch, daß eine „Meteorologin Paetzold“ gar empfielt, „spätestens ab Donnerstagnachmittag möglichst zu Hause zu bleiben.“ Wer bin ich, daß ich solch qualifizierte Fachempfehlungen ignoriere? Das Seminar morgen Nachmittag wird ohne mich auskommen müssen! Wer erschüttert sich jetzt die Augen reibt, dem empfehle ich Augentropfen.

Interessante Neuigkeit: Augentropfen tat man bis vor kurzem auch ins Ohr! Ja, ganz recht. „Was gut fürs Auge ist, ist auch gut fürs Ohr“, diesen schönen Spruch las ich, damals noch krankhaft hypochondrisch, in einem einschlägigen Internetforum. Nun ist der Leser erst richtig erschüttert, nehme ich an. Doch setze ich noch eins drauf: Gurken sind Beeren! Wer derart trivialen Alltagsmist für linksliberalverdummte sog. angehende Akademiker tatsächlich für unterhaltsam hält, hat hier nichts verloren und möge bitte direkt dorthin gehen, wo der Pfeffer wächst.

Pfeffer ist eine Hülsenfrucht. Auch das könnte dem gnadenlos verstörten Leser oder der erbarmungslos frustrierten Leserin evtl. neu sein. Das Leben steckt voller Wunder, nicht wahr? Erst gestern las ich irgendwas, was ich nicht mehr weiß, und dachte irgendwas, an das ich nie mehr denken werde. Schon heute schreibe ich diesen Text darüber. Und währenddessen steht der gute Glen Grant neben mir und lächelt gütig und verständnisvoll über jeden noch so depperten Blödsinn, während draußen der größte Sturm aufzieht, den Deutschland seit Jahren gesehen hat. Und ich werde ihm trotzen, noch heute abend, denn ich bin ein Held, ein Held des Alltags, ein Held im Sturm der Großstadt, ein whiskytrunkener Nestor Burma nach dreizehn durchgezechten Nächten! Nicht wahr? Ich muß endlich Privatdetektiv werden.