Sieh dich nicht um, sie könnten hinter dir her sein. Halte dich auf, damit sie dich nicht bemerken. Denk daran, wenn du dich sicher fühlst: ihre Augen können sehen. Und wirf halt endlich diese Kippe weg, auf der du dein ganzes Leben aufbaust.

So steh ich da und halte mir die Augen zu; die Stimme höre ich nicht. Es ist nur ein kurzes Zucken in meinem linken Bein, ich ignoriere es, es ist Krebs, Krebs etwa so wie wenn du mir sagst, dass du nicht kannst, weil, na ja, so ist das eben. Krebs etwa so wie das Licht vom Mond am blauen Himmel, wenn am anderen Ende die Sonne untergeht und dahinter ein Schornstein raucht: ja, sollte er nicht, ist ungesund. Aber er tut es trotzdem und sieht echt cool dabei aus und ich denke ernsthaft darüber nach, es ihm gleich zu tun.

Jetzt hol mich schon auf den Boden zurück. Das ist kein Krebs. Siehst du nicht, wie blöd ich aus der Wäsche gucke? Wie ich nicht weiß, was ich sagen soll? Siehst du nicht, dass die Sonne bald untergeht und du mir immer noch nicht gesagt hast, was du wirklich denkst? Du bist genervt.

Dann will ich wieder alleine sein, weglaufen, die Sonne verachten, das Leben hassen, ja, du kennst diese Phrasen nicht, aber ihr, ihr da draußen, ihr kennt sie, und deshalb find ich euch scheiße. Was du sagst, ist: das ist doch voll behindert. Ich sag dir, was voll behindert ist: diese ganze verdammte Welt ist es, wir sind es, die Kippe, die du rauchst, ist es, und ich sag dir noch mehr, aber das klingt dann nicht ganz so dramatisch und du verstehst ja auch kein Wort, sondern pustest den Rauch aus, und das sieht – wie gesagt – echt cool aus. Dann gehen wir, in unterschiedliche Richtungen, und dann sitz ich da und warte und bange und hoffe auf den Mond.